Grabplatte Hans Straßer

Grabplatte Hans Straßer (2)Grabplatte Hans Straßer 1563

Stadtrichter und Bürgermeister von Steyr

 

Nummer nach der Berndt-Liste und am Grundrissplan von Schraml: 22

Standort:  westliche Vorhalle der Stadtpfarrkirche, an der Rückwand, gegenüber vom rechten Hauptportalflügel – links vom Missionskreuz

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Zur Person des Verstorbenen:

Hans Straßer war seit 1529 ein Ratsbürger in Steyr. Das angesehene Amt des Stadtrichters bekleidete er von 1540 bis 1543 und 1546 bis 1548. Bürgermeister von Steyr war er von 1553 bis 1556 (Liste von Pritz, S.383). Der Verstorbene war mit Anna Schachner verheiratet, die 4 Kinder (1 Sohn, 3 Töchter) hatten. Hans Straßer war sicherlich lutherisch, wie auch aus der Inschrift „fröhliche Urständ“ (Auferstehung) und den 2 Bibelzitaten hervorgeht.  Aus der Stammtafel bei Preuenhueber S.318 geht hervor, dass die älteste Tochter Barbara mit Wolf Koberer verheiratet war, die „beide der Wiedertäuferbewegung zugetan“ waren. Der einzige Sohn Daniel wird als der „reiche Straßer“ bezeichnet und war ebenfalls Bürgermeister von 1579 bis 1581. Dessen Epitaph ist nicht mehr erhalten.

Stammbaum Straßer Preuenhueber S.318

Tochter Anna: Der Handelsmann Lazarus Scheichl hatte Anna, die Tochter des reichen Bürgermeisters Hans Straßer (gestorben 1563) geehelicht und besaß mit ihr gemeinsam das Haus Stadtplatz 26 (Link: http://www.steyr.at/Bauten_Stadtplatz_26)

 

Das Haus von Hans Straßer war Stadtplatz 35: In der Zeit der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges gehörte die Liegenschaft, die 1522 durch den großen Stadtbrand schwer beschädigt worden war, den Handelsfamilien Grüntaler, Straßer, Dorninger und Mann. Der Besitzer Hans Straßer war Stadtrichter (1540 1543, 1546 – 1548) und Bürgermeister (1553 – 1556). An ihn erinnert an der Außenwand der Stadtpfarrkirche ein Marmor-Epitaph. Es zeigt die Auferstehung Christi und das Strasser-Wappen. Auch die folgenden Eigentümer bekleideten das Bürgermeisteramt: Coloman Dorninger von 1603 bis 1604, Cosman Mann von Mannsperg in den Jahren 1616/17, 1628/29, 1634/35 und 1638 bis 1641. (Link: http://www.steyr.at/Bauten_Gasthaus_zum_Goldenen_Ochsen)

Erlefried Krobath beschreibt im Aufsatz „Die Bürgermeister der Stadt Steyr und ihre Zeit (1529-1570)“ in den veröffentlichungen des Kulturamtes der Stadt Steyr, Heft 17, November 1957 auch Hans Strasser. (Link: http://steyr.dahoam.net/?p=871)

„Seuchen, Brand und religiöse Wirrnisse charakterisieren die Amtszeit des Bürgermeisters Hans Straßer 1553 bis 1556. Während 1553 in der Stadt die Pest wütete, war es im folgenden Jahr ein verheerendes Feuer … in Steyrdorf, der über 200 Häuser und 70 Personen zum Opfer fielen.“

 

Beschreibung der Grabplatte:

Die Grabplatte aus rötlichem Marmor ist dreigeteilt und hat eine umlaufende Inschrift. Das obere Reliefbild zeigt die Auferstehung von Jesus Christus, am Rand zwei nackte Figuren, die auf den Kopf einen Architrav tragen, der die Abgrenzung nach oben bildet. Das Mittelbild ist eine Inschrifttafel mit einem Bibelspruch. Das untere Reliefbild zeigt das Reliefvollwappen der Straßer; das Bild wird wiederum flankiert von 2 Figuren am Rande. Das Wappen zeigt Zweig mit 2 Blätter und einer Frucht. Ursprünglich war die Grabplatte am Boden im rechten Seitenschiff beim Südportal.

Maße: 207 cm hoch, 121 cm breit

Schrift: Gotische Minuskel und Frakturschrift, 1,5 bis 6 cm große Buchstaben

Inschrift:

Umlaufende Inschrift: Hie ligt begraben der Fursichtig Ersam und Weiß Hanns Strasser gewesner Ratsburger zu Steir. Wellicher den 18 Septembris im 1563 und seines alters bei 77 Jaren Gott aligelich in Christo verschaiden ist Gott gebe im und uns allen Christglaubigen ain froliche Urstend. Amen

Mittelteil: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubet der wierd leben ob ehr gleich sturbe. Joannis am

Inschrift am oberen Architrav über dem Auferstehungsrelief: Ich will genedig sein Irer ungerechtigkeit und irer sünde will ich nit mehr gedenncken et c. hieremias 31.

Übersetzung:

Hier liegt der ehrenvolle und weise Hans Strasser, Bürger in Steyr, der am 18. September 1563 im Alter von 77 Jahren verstorben ist. Er ist im Glauben an Gott in Christo verschieden. Gott gebe ihm und uns allen eine fröhliche Auferstehung. Amen

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Joh 11,25.

Ich verzeihe ihnen die Schuld und an ihre Sünde denke ich nicht mehr. Jeremia 31,34

Folie3Folie4Grabplatte Hans Straßer (1)Grabplatte Hans Straßer (3)

Wappen Straßer Preuenhueber S 318

Aus: Preuenhueber S318. Das Wappen der Straßer nach der Erwerbung der Herrschaft Gleiß durch den Sohn Daniel

Quellen:

  • Katalog der Grabdenkmäler von Rainer F. Schraml. In: Rudolf Koch, Bernhard Prokisch: Stadtpfarrkirche Steyr, Verlag W. Ennsthaler, Steyr, 1993
  • Preuenhueber, Valentin: Annales Styrenses sammt dessen übrigen Historisch- und Genealogischen Schriften. Erstausgabe 1631, wieder aufgelegt: Nürnberg 1740. Digitale Bayerische StaatsBibliothek.
  • Pritz, F.X.: Geschichte der Stadt Steyr. Nachdruck der Originalausgabe von 1837

 

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Grabplatte Nikolaus de Prostana

Grabplatte de Prostana (2)Wappengrabplatte Nikolaus de Prostana 1477

Vornehmer Ritter und Diplomat

 

Nummer nach der Berndt-Liste und am Grundrissplan von Schraml: 21

Standort:  westliche Vorhalle der Stadtpfarrkirche, vom südlichen Eingang ist es die 5. Grabplatte.

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Zur Person des Verstorbenen:

Nikolaus de Prostana oder Nikolaus von Proßnitz verstarb „auf einer diplomatischen Sendung in Steyr“. In der Stadtgeschichte von Preuenhueber wird die Inschrift des Grabsteins abgedruckt und die Verwandtschaft und Bedeutung seines Bruders vorgestellt. Der Bruder des Verstorbenen heißt Johannes des Prostana (+1509), der Erzbischof von Großwardein ist und der letzte Kanzler von König Matthias Corvinus war. Er wird als sehr bedeutende Persönlichkeit vorgestellt und deshalb ist auch der in Steyr Verstorbene als bedeutend anzusehen.

Beschreibung der Grabplatte:

Es ist eine aus rotem Marmor bestehende Grabplatte, die im Zentrum das Wappen der Prostana / Proßnitz als Relief zeigt. Darüber befindet sich eine vierzeilige Inschrift, die sich rund um das Wappen fortsetzt. Als Wappen verwendet die Familie 3 Lanzenspitzen, die übereinander liegen. Der Helm ist mit übergroßem Flug dargestellt. Ursprünglich befand sich die Grabplatte in der Stadtpfarrkirche im südlichen Seitenschiff am Boden, gegenüber der Dreikönigskapelle.

Maße: 229 cm hoch, 115 cm breit

Schrift: gotische Minuskel mit 8 bis 11 cm Höhe

Inschrift:

Anno Domini M CCCC IXXVIJ Feria qrta pxi post festu undecimmilia virginu obyt Nobilis vir dns Nicola d Prostana Fr Reuendissimi doi  Johannis Epi Haradiensis Necno Comitis Biboriensis hic spulutus Orate p eo

Als Volltext: Anno Domini, 1477, Feria quarta, post Festum undecim millia Virginum, obiit Nobilis Dominus. Nicolaus de Prostana, Frater Reverendi Domini Joannis Episcopi Waradien, & Comit, Bihorien, hic est sepultus. Orate pro eo. (Valentin Preuenhueber, S.130)

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Übersetzung:

Im Jahr des Herrn 1477 am ersten Mittwoch nach dem Fest der Elftausend Jungfrauen starb der edle Mann Herr Nikolaus de Prostana, ein Bruder des hochwürdigsten Herrn Herrn Johann, Bischofs von Großwardein und Grafen des Biharer Komitats. Hier liegt er begraben. Betet für ihn.

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Preuenhueber S.374

aus: Preuenhueber S.130

Preuenhueber S.131 Prostana

aus: Preuenhueber S.131

Grabplatte de Prostana (1)

Quellen:

  • Katalog der Grabdenkmäler von Rainer F. Schraml. In: Rudolf Koch, Bernhard Prokisch: Stadtpfarrkirche Steyr. Verlag W. Ennsthaler, Steyr, 1993
  • Preuenhueber, Valentin: Annales Styrenses sammt dessen übrigen Historisch- und Genealogischen Schriften. Erstausgabe 1631, wieder aufgelegt: Nürnberg 1740. Digitale Bayerische StaatsBibliothek.

 

Grabplatte Magnus Ziegler

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Grabplatte Magnus Ziegler 1591

Steyrer Bürger und Handelsmann

 

Nummer nach der Berndt-Liste und am Grundrissplan von Schraml: 20

Standort:  westliche Vorhalle der Stadtpfarrkirche, Rückwand, vom südlichen Eingang die vierte Platte

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Zur Person des Verstorbenen:

Magnus Ziegler war Bürger und Handelsmann in Steyr. Er war 1572 Stadtkämmerer (Finanzverwalter). Er starb 1591. Seine Frau Susanne stammte aus dem bekannten Steyrer Bürgerhaus Dorninger (Stammbaum Dorninger aus Preuenhuebers Stadtgeschichte).

Auf dem online Portal von Steyr findet sich der Eintrag über den Hauskauf Grünmarkt Nr. 6:

„Im Jahre 1583 kaufte der Eisenverleger Magnus Ziegler das Haus und vererbte es sowie das Nebenhaus Grünmarkt Nr. 4 an seinen Sohn Erasmus. Magnus Ziegler war dreimal verheiratet gewesen (Susanne Dorninger, Ursula Altinger und Katharina Pürgk). Aus diesen Ehen hatte er 12 Söhne und 9 Töchter. Er stellte am 14. Februar 1587 sein Testament auf und starb 1591. Sein Sohn aus zweiter Ehe und Hausbesitzer von 1585 bis 1610, ließ am 3. September 1595 seinen letzten Willen aufsetzen. Die Testamentsöffnung war am 23. Juni 1608.“ (http://www.steyr.at/Bauten_Gruenmarkt_6) Es findet sich auch die Erwähnung bei der Errichtung des neuen Friedhofes am Tabor, dass Magnus Ziegler vom Stadtrat 1572 den Auftrag erhielt die Ziegel für den Friedhofsbau anzufertigen. (Link: http://www.steyr.at/Bauten_Taborfriedhof)

Zum Haus Grünmarkt 4, dem Wohnhaus von Magnus Ziegler :

„Nach dem Stadtbrand von 1522 erhielt auch das Haus Grünmarkt Nr.4 seine heutige Gestalt, nämlich vorkragende Obergeschosse mit drei Fensterachsen. Im zweiten Stock zeigt ein Türgewände die Jahreszahl 1567 und die Hausmarke des damaligen Besitzers Magnus Ziegler. 1926 kam in diesem Stockwerk bei Bauarbeiten der Rest eines Freskos, darstellend ein tanzendes Paar mit Schellenkappen zum Vorschein, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine prächtige Holzdecke freigelegt.“  (http://www.steyr.at/Bauten_Gasthaus_zum_Gruenen_Kranz)

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Straßenname in Steyr: Zieglergasse: (Quelle: http://www.steyr.at/Strassennamen_Z) Sackgasse der Handel Mazzetti-Promenade. Die im Bereich des ehemaligen Hundsgraben befindliche Gasse soll nach dem im 16. Jahrhundert in Steyr als Stadtkämmerer und Baumeister tätigen Magnus Ziegler benannt sein.

Beschreibung der Grabplatte:

Die Grabplatte besteht aus rotem Marmor und kann in 3 Teile gegliedert werden. Oben befindet sich eine Inschrift in 2 Spalten mit jeweils 8 Zeilen. In der Mitte ist ein sehr bewegtes und sprechendes Flachrelief mit der biblischen Szene „Jona und der Walfisch“. Beschrieben von Schraml : „Unter frei schwebendem Rundbogen das aufgewühlte Meer, darin rechts der einem Drachen ähnliche Walfisch, wie er gerade den Propheten Jonas ausspeit.“ Links davon befinden sich das Schiff, mit dem er fliehen wollte und wo er über Bord geworfen wurde und eine Stadt im Hintergrund, vermutlich Ninive. Der untere Teil zeigt die vielköpfige Familie des Verstorbenen: Links offensichtlich der Verstorbene Magnus Ziegler in der für Patrizier üblichen spanischen Tracht, vor ihm 12 knieende Söhne, rechts drei Frauen und zu ihren Füßen 6 knieende Töchter. Dazwischen ist ein völlig abgeschliffener Wappenschild.

Der ursprüngliche Standort war am Boden der Stadtpfarrkirche im rechten Seitenschiff; der oberer Schriftteil war verdeckt von den Stufen des Seitenaltars; das mittlere und untere Relief sind stark abgetreten.

Maße: 148 cm hoch, 85 cm breit

Schrift: Frakturschrift mit 1,5 bis 3 cm großen Buchstaben

Inschrift:

Christlicher leser …war meins nam Magn Ziegler dar. Ziegl berait man aus … und Erdn, Aschen und Staub ir im Todt werdn. Wan aber Ziegel ausbrendt sein, macht man draus gebey gros und fein. Also legen wir ab durchn Todt, Schwachheit gebrechen und all not. Und werden in Christo auff stehen. Gros herrlich .. Reich eingehn … mit Klarheit … in Ewigkeit … ich Ziegler ein erdt. Christ… Magnus wert. Das ich ihm ewiglich bey wohn, von ihm nicht werde weggethon.

Walfisch Jonam … Todt zu all Menschen eindringt. Christus starb ist aufferstanden, macht damit den Todt Zuschaden.

Übersetzung:

Christlicher Leser (der Inschrift), mein Name war Magnus Ziegler. Ziegel bereitet man aus … und Erde, zu Asche und Staub werden wir im Tod. Wenn aber Ziegel gebrannt sind, macht man daraus große und feine Gebäude. Deshalb legen wir durch den Tod Schwachheit, Gebrechen und Not ab. Wir werden in Christus auferstehen, groß und herrlich in sein Reich eingehen. … Mit Klarheit, in Ewigkeit ..  Magnus Ziegler. Damit ich auf ewig bei Ihm wohne und nicht von ihm weggetan werde.

Der Walfisch .. Jona. Der Tod zu allen Menschen bringt. Christus starb und ist auferstanden, er macht damit den Tod machtlos.

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Quellen:

  • Katalog der Grabdenkmäler von Rainer F. Schraml. In: Rudolf Koch, Bernhard Prokisch: Stadtpfarrkirche Steyr, Verlag W. Ennsthaler, Steyr, 1993
  • Preuenhueber, Valentin: Annales Styrenses sammt dessen übrigen Historisch- und Genealogischen Schriften. Erstausgabe 1631, wieder aufgelegt: Nürnberg 1740. Digitale Bayerische StaatsBibliothek.
  • http://steyr.dahoam.net/wp-flippingbooks/Heft_Dez_49/HTML/index.html#1/z

 

Grabplatte Johann Brachelius

19 Brachelius grabplatte

Grabplatte Johann Brachelius 1665

Benefiziat (Priesterpensionär) an der Stadtpfarrkirche Steyr

 

Nummer nach der Berndt-Liste und am Grundrissplan von Schraml: 19

Standort:  westliche Vorhalle der Stadtpfarrkirche, beim südlichen Eingang die untere Platte der Dreiergruppe

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Zur Person des Verstorbenen:

Johann Brachelius war ein gebürtiger Kölner, der die letzten fünf Jahres seines Lebens einer der pensionierten Priester (Benefiziat) an der Steyrer Stadtpfarrkirche war. Er wurde 63 Jahre alt, in den Sterbematriken wird sein Alter mit 68 Jahren angegeben.

Sterbematrik Brachelius 1665

Sterbematriken Stadtpfarre Steyr 1665

Beschreibung der Grabplatte:

Die Grabplatte besteht aus weißem Marmor. Sie trägt eine neunzeilige Inschrift, wo nach den ersten fünf Zeilen sich ein rundbogenartiges Relief einbettet, wo ein Kelch und Messbuch abgebildet sind. Sie stehen für seine Priestertätigkeit. Die letzten Zeilen sind ein Chronogramm, wo die lateinischen Buchstaben für Jahreszahlen vergrößert dargestellt sind.

Maße: 78 cm hoch, 62 cm breit

Schrift: Kaptialis (Großbuchstaben) mit 3,5 cm großen Buchstaben, beim Chronogramm 5 cm groß

Inschrift:

„R.D. Ioannes Brachelius Coloniensis aetatis 63 Styrensis Beneficy 5 Anno Pie Mortuus 15. IV. NY anno 1665. Oviescit in solo et domino Iesu“

Übersetzung:

„Der hochwürdige Herr Johann Brachelius aus Köln, dem Lebensalter nach im 63., gem Genuss der Steyrer Pfründe nach im 5. Jahr gottergeben gestorben am 15. Juni im Jahr 1665, er ruht hier in der Erde und im Herrn Jesus.“

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Quellen:

  • Katalog der Grabdenkmäler von Rainer F. Schraml. In: Rudolf Koch, Bernhard Prokisch: Stadtpfarrkirche Steyr, Verlag W. Ennsthaler, Steyr, 1993

 

Grabplatte Karl Raidt

Raidt grabplatte

Grabplatte Karl Raidt 1697

Pfleger und Landgerichtsverwalter in Leonstein

 

Nummer nach der Berndt-Liste und am Grundrissplan von Schraml: 18

Standort:  westliche Vorhalle der Stadtpfarrkirche, beim Südeingang in der Dreiergruppe von kleineren Grabplatten rechts oben.

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Zur Person des Verstorbenen:

Karl Raidt bezeichnet sich selbst als Pfleger und Landgerichtsverwalter der Herrschaft Leonstein. Im Verzeichnis der Pfleger dieser Herrschaft von Franz Wagner (1907) wird Raid in dieser Funktion von 1651 bis 1678 genannt, das sind 27 Jahre. Die Grabinschrift gibt allerdings eine Dauer von 40 Jahren an.

Sterbematrik Raidt 1697

Eintrag in den Sterbematriken Stadtpfarre Steyr 29.5.1697. Er wurde demnach 83 Jahre alt, auf dem Grabstein wird mit 86 Jahren verstorben angegeben.

Beschreibung der Grabplatte:

Die Grabplatte ist aus rotem Marmor. Sie zeigt einen erhaben gemeißelten Totenkopf und darunter eine 13zeilige Inschrift, davon konnten mit Hilfe von Wussin Zeile 1 bis 9 entziffert werden.

Ursprünglich befand sich die Grabplatte im südlichen Seitenschiff des Chores am Boden des hinteren Jochs nahe dem Ausgang.

Maße: 44 cm hoch, 39 cm breit

Schrift: Kapitalis (Großbuchstaben) mit 1,5 cm großen Buchstaben

Inschrift:

„Hie ligt und ruehet in Gott der

Wolletle Herr Carol Raidt der hochgraflichen Herrschaft Le/nstain

In die 40 Jahr gebester Pfleger und Lantgerichtsverwalter

Seines Alters 86 Jahr ist gestorwen ten 23 May in 1697 Jahr

Gott verleiche im unt allen die ewige Ruhe.“

Übersetzung:

„Hier liegt und ruht in Gott der hochwürdige Herr Karl Raidt, der 40 Jahre lang Pfleger und Landgerichtsverwalter der hochgräflichen Herrschaft Leonstein war. Er ist im Alter von 86 Jahren (nach der Sterbematrik war sein Alter 83 Jahre!) am 23. Mai 1697 verstorben. Gott gebe ihm und uns die ewige Ruhe.“

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Quellen:

  • Katalog der Grabdenkmäler von Rainer F. Schraml. In: Rudolf Koch, Bernhard Prokisch: Stadtpfarrkirche Steyr, Verlag W. Ennsthaler, Steyr, 1993
  • Stadtpfarre Steyr Sterbematriken auf Matricula
  • Wagner Franz: Die Pfleger von Leonstein. Linz 1907. Digitale Landesbibliothek OÖ, S.64

 

Grabplatte Maximilian Tilmez

Grabplatte Tilmez 1746

Grabplatte Maximilian Tilmez 1746

Apotheker in Steyr

 

Nummer nach der Berndt-Liste und am Grundrissplan von Schraml: 17

Standort:  westliche Vorhalle der Stadtpfarrkirche, an der Rückwand, die erste Platte nach dem Südeingang (in einer Gruppe von 3 kleineren Grabplatten, die linke)

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Zur Person des Verstorbenen:

Maximilian Tilmez war Apotheker in Steyr, er starb am 8. August 1746. Die Sterbematriken der Stadtpfarre geben sein Alter mit 73 Jahren an; Todesursache war „Apoplexia“ (Gehirnschlag). Es gibt weder bei Preuenhueber noch bei Pritz eine Erwähnung des Verstorbenen.

Sterbematrik Tilmez 1746

Eintrag im Sterbebuch der Stadtpfarre Steyr am 8.August 1746: „Herr Maximil Matthay Tillmez Apotheker 73 Jahr. Apoplexia“

Beschreibung der Grabplatte:

Grabplatte aus Solnhofener Kalkstein für den Apotheker Maximilian Tilmez. Die Inschrift besteht aus vielen Zeilen, von denen aber nur mehr die ersten fünf Zeilen großteils lesbar sind. Die Grabplatte befand sich ursprünglich im nördlichen Seitenschiff am Boden vor der Dreikönigskapelle. Seit dem späten 19. Jahrhundert befindet sie sich in der westlichen Vorhalle an der Rückwand. Am oberen Teil ist rechts außen ein rechtwinkeliges Stück abgeschlagen.

Maße: 62 cm hoch, 45 cm breit

Schrift: : Kapitalis (Großbuchstaben) mit 1,5 bis 3 cm großen Buchstaben

Inschrift

„Halt still [..] o Wanders Man! Dis Grabmal betrachte [..] aus des Todes Macht und Grau [..] Maximilian Tilmez begr.“

Übersetzung:

„Halte still, du Wandersmann. Betrachte dieses Grabmal … aus des Todesmacht und Grau … Maximilian Tilmez begraben.“

Folie2Grabplatte Tilmez 1746

Quellen:

  • Katalog der Grabdenkmäler von Rainer F. Schraml. In: Rudolf Koch, Bernhard Prokisch: Stadtpfarrkirche Steyr, Verlag W. Ennsthaler, Steyr, 1993

Grabplatte Erasmus von Gera

Grabplatte Erasmus von Gera 1657

Wappengrabplatte Erasmus von Gera 1657

Adeliger und Kämmerer von Kaiser Ferdinand III.

 

Nummer nach der Berndt-Liste und am Grundrissplan von Schraml: 15

Standort:  westliche Vorhalle der Stadtpfarrkirche, dritte Grabplatte rechts vom Haupteingang

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Zur Person des Verstorbenen:

Erasmus (II.) war ein Sohn von Johann Christoph von Gera (1609 gestorben) und von Esther von Stubenberg. Er war anfangs ein eifriger Protestant. 1621 wurde er als Rebell verhaftet und bekannte sich nach seiner Enthaftung zur katholischen Religion. Er wurde Kämmerer (Finanzminister) von Kaiser Ferdinand III. und war Obristleutnant und 1628 Verordneter des Herrenstandes in Österreich ob der Enns.

Aus der online Chronik zum Dreißigjährigen Krieg stammt folgende Beschreibung :

Gera [Gerra] auf Arnfels (Bezirk Leibnitz), Erasmus Freiherr von; Obristleutnant [1588 – 14.9.1657] Erasmus von Gera auf Arnfels, ein protestantischer Adliger aus Oberösterreich, wurde am 20.3.1621 auf Befehl von Adam Graf Herberstorff verhaftet und auf das Linzer Schloss gebracht. Schon im Herbst war er bei der Liga und wahrscheinlich zum katholischen Glauben übergetreten. Im November 1621 war er Rittmeister im allgemein als schwierig geltenden Kavallerieregiment Herberstorff und lag mit seiner Kompanie in Obrigheim. 1623 lag er als Hauptmann noch in Oberösterreich.

Er wurde später zum Obristleutnant im Kavallerieregiment Herberstorff befördert, als der „Kurfürstlichen Durchlaucht in Bayern bestellter Obrister“, und war seit dem 7.1.1624 mit Anna Benigna von Pappenheim, der Stieftochter Herberstorffs, verheiratet. (Link: http://www.30jaehrigerkrieg.de/gera-gerra-auf-arnfels-erasmus-freiherr-von/ )

Beschreibung der Grabplatte: Es ist eine aus rotem Marmor gemachte Wappengrabplatte. Im oberen Teil befindet sich eine 12zeilige Inschrift, darunter ein fast kreisförmiger Vierpass mit Reliefvollwappen. Die Wappen zeigen zwei gekrönte Helme mit zweizinkiger Gabel und Hirschstangen; im Wappenschild 2x die Gabel und das Hirschgeweih.

Heraldik: Stammwappen der von Gera zeigt auf schwarzem Dreiberg eine zweispießige rote Feuergabel nach den Angaben der Stiftung Seeau (Link: http://members.kabsi.at/seeau/Encyclopaedia/LinienMuetter/Familie-Gera.htm)

Der Zustand der Grabplatte ist stark angegriffen, weshalb die Schrift schon schwer lesbar ist.

Maße: 184 cm hoch, 100 cm breit.

Schrift: Fraktur mit 5 bis 8 cm großen Buchstaben

Inschrift:

Alhie Ruehet der Hoch und Wohlgebohrene Herr Herr Erasmus Herr von Gera auf Arnfelß Eschlberg Liechtenhaag und Waxnberg der Rom Khay May gewster Camrer so in Gott Selligt entschlaffen de 14 Septmbris A 1657 seines alters 69 Jahr, Deme d unß allen Gott Der Allmechtig ein froliche Aufersteheung Verleichen wolle. Amen

Übersetzung:

Hier ruht der hohe und wohlgeborene Herr Erasmus Herr von Gera auf Arnfels, Eschlberg, Liechtenhag und Waxenberg, der römisch kaiserlichen Majestät gewesener Kämmerer, der in Gott selig entschlafen ist am 14. September 1657 im 69. Lebensjahr. Ihm möge Gott der Allmächtige eine fröhliche Auferstehung schenken. Amen

„Fröhliche Auferstehung“ ist ein von den Evangelischen benutzter Ausdruck auf Grabdenkmälern der Reformationszeit. Dazu gab es eine Sonderausstellung des evangelischen Museums Rutzenmoos 2010 (Link: https://evang.at/froehliche-auferstehung-sonderausstellung-im-evangelischen-museum-oberoesterreich/ )

Folie4Folie3Folie2Grabplatte Erasmus von Gera 1657

Quellen:

Hoheneck Erasmus von Gera Stammbaum S.147

Hoheneck Erasmus S.147

Hoheneck: Herrenstand S.147 über Erasmus von Gera

Grabplatte Anna Händl 1566

Haendl 1566 (2)

Grabplatte mit biblischer Szene, Inschrift und Wappen

für Anna und Berchtold Händl 1566

 

Nummer nach der Berndt-Liste und am Grundrissplan von Schraml: 13

Standort: westliche Vorhalle der Stadtpfarrkirche, erste Grabplatte rechts vom Haupteingang (bis ins 19.Jahrhundert am Boden der Stadtpfarrkirche im südlichen Seitenschiff)

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Grundrissplan nach Schraml mit Grabplatte 13

Zur Person der Verstorbenen:

Anna Händl, geborene Schwab war die 2. Ehefrau des vermögenden Steyrer Bürgers Wolfgang Händl (auch „Hahnl“ – deshalb befindet sich im Wappenschild ein junger Hahn). Wolfgang Händl war nach dem Tod dieser Ehefrau 1565 nochmals verheiratet und war lange Zeit Bürgermeister von Steyr. Nach der Liste von Pritz (Geschichte Steyr, S. 383 – 384) war Händl Bürgermeister von 1571 bis 1575, 1577 bis 1578, 1582 bis 1583, 1587 bis 1589. Wolfgang Händl erwarb nach dem Tod von Anna im Jahr 1567 die Herrschaft Ramingdorf, die lange im Besitz der Familie blieb. Sie nannten sich „Händl zu Ramingdorf“, wie bei Preuenhueber S. 313-314 mit Wappen und Stammbaum nachzulesen ist.

Berchtold Händl, der eheliche Sohn von Wolfgang und Anna Händl verstarb 1563 in jugendlichem Alter. Wolfgang Händl heiratete in 3. Ehe eine Tochter der angesehenen Familie Pfefferl aus Steyr.  Er starb 1595; seine Grabplatte hat Nummer 48 und befindet sich an der Außenseite der Apsis.

  • Todesdatum von Anna Händl: 24.10.1565
  • Todesdatum von Berchtold Händl: 14.12.1563

Beschreibung der Grabplatte:

Die Grabplatte aus rotem Marmor ist dreigeteilt: im oberen Bildfeld befindet sich ein Kreuz mit einer ehernen Schlange, davor knien auf der einen Seite Vater und Sohn, auf der anderen Seite die Mutter. Rechts im Bild stehen Moses, der auf die eherne Schlange zeigt und der Auferstandene Jesu als Sieger über den „Tod und Teufel“, die symbolisch durch den am Boden liegenden Mann mit Pfeil und den Drachen dargestellt werden.  Darüber ist Gottvater in den Wolken

Im Mittelfeld sind eine siebenzeilige Inschrift und die Jahreszahl 1566

Der untere Teil zeigt zwei Wappen in zwei Rundbögen, die am Rande jeweils von  Säulen mit nackten Halbfiguren begrenzt werden.  Links ist das Wappen der Händl mit dem Hahn und rechts das Wappen der Schwab mit einer Frau mit Spinnrocken

Maße: 208 cm hoch, 105 cm breit

Schrift: Frakturschrift 2,5 bis 5 cm große Buchstaben

Inschrift:

Der Ersam und Weiß Wolfganng Handl Ratsburge zu

Steir hat dieses Epitaph imeselbs auch seiner liebe Hausfrau

Anna Geporne Schwabin so den 24 tag Octobris Ano c 65 un

Ierbaider eeleibliche Sone Berchtolden handl der am 14 tag decem

Bris des 63 Jars Gotseligclich verschaiden weillicher und aller ver-

Storben Cristglaubige seelen der Allmechtig Gott genedig sein welle zu

Christlicher gedechtnus An diesem ortt aufrichten lassen.

1566

Übersetzung:

Der ehrsame und weise Wolfgang Handl, Ratsbürger in Steyr hat diese Grabplatte für seine Frau Anna, geborene Schwab, die am 24. Oktober 1565 verstarb und den ehelichen Sohn Berchtold Handl, der am 14. Dezember 1563 verstarb, an diesem Ort errichtet. Der allmächtige Gott möge allen verstorbenen Christgläubigen Seelen seine Gnade erweisen. 1566.

 

Folie5Folie4Folie3Folie2Haendl 1566 (3)Haendl 1566 (2)Haendl 1566 (1)

Quellen:

  • Katalog der Grabdenkmäler von Rainer F. Schraml. In: Rudolf Koch, Bernhard Prokisch: Stadtpfarrkirche Steyr, Verlag W. Ennsthaler, Steyr, 1993
  • Preuenhueber, Valentin: Annales Styrenses sammt dessen übrigen Historisch- und Genealogischen Schriften. Erstausgabe 1631, wieder aufgelegt: Nürnberg 1740. Digitale Bayerische StaatsBibliothek. S.313-314
  • Pritz, F.X.: Geschichte der Stadt Steyr. Nachdruck der Originalausgabe von 1837. S.43 und 383/384

 

Grabplatte Stefan Grätl 1509

Graetl Grabplatte 1509Figurale Grabplatte für Stephan Grätl 1509 in der Vorhalle der Stadtpfarrkirche

 

Nummer nach der Berndt-Liste und am Grundrissplan von Schraml: 12

Standort: westliche Vorhalle der Stadtpfarrkirche, links neben dem Hauptportal. Früher in der Kirche im südlichen Seitenschiff als Bodenplatte.

Grundrissplan nach Kramer: Nr 12 Grätl-Grabplatte

Zur Person des Verstorbenen:

„Stephan Grätl war ein Benefiziat der Elend-Zeche beim Altar der Heiligen Zwölf  Boten“, berichtet Valentin Preuenhueber in  seiner Stadtgeschichte auf S. 220. Grätl hatte eine namhafte Summe als „Stiftung“ für die Errichtung dieses Altars der 12 Apostel gegeben. Deshalb war auch sein Grabstein, auf dem sein Bild und sein Schild, auf dem zum Namen passend, eine  Fischgräte abgebildet war, auf dem Boden  in der Kirche angebracht. (Der berühmteste „Zwölfbotenaltar“ wurde 1509 von Tilman Riemenschneider gemacht, heute in Heidelberg im Kurpfälzischen Museum zu sehen.)

Beschreibung der Grabplatte:

Die Grabplatte besteht aus rotem Marmor und zeigt die Figur des Verstorbenen als Flachrelief. Es zeigt den Priester unter einem Dreipassbogen, der mit faltenreicher Kasel und einem Barett bekleidet ist. In den Händen hält er ein Messbuch, zu seinen Füßen ist in der linken unteren Ecke ein nur mehr zum Teil erhaltenes kleinformatiges Wappen mit einer Fischgräte, was sich auf seinen Namen „Grätl“ bezieht und als sogenanntes „redendes Wappen“ bezeichnet wird. Die Inschrift läuft um das gesamte Flachrelief.

Maße: 210 cm hoch, 110 cm breit, Buchstabengröße 6cm

Schrift: Gotische Minuskel

Inschrift:

Anno d(omi)ni Millesimo quingen(tes)imo – 9 – feria quarta kathetra petrj a(postol)ji Ob(ii)t voner(a)bilis (….) Steffanus Gr(…) exulum beneficiatas in ordine 2 us hic supultus

Übersetzung:

Im Jahr des Herrn 1509 am Mittwoch vor oder nach der Stuhlfeier des Apostels Petrus starb der ehrwürdige Stephan Grätl, Benefiziat der Elend, in chronologischer Reihenfolge der 2. Er liegt hier begraben.

Todestag: 21. oder 28. Februar 1509

Folie2Preuenhueber S.220 Grätl

Quellen:

  • Katalog der Grabdenkmäler von Rainer F. Schraml. In: Rudolf Koch, Bernhard Prokisch: Stadtpfarrkirche Steyr, Verlag W. Ennsthaler, Steyr, 1993
  • Preuenhueber, Valentin: Annales Styrenses sammt dessen übrigen Historisch- und Genealogischen Schriften. Erstausgabe 1631, wieder aufgelegt: Nürnberg 1740. Digitale Bayerische StaatsBibliothek.

 

Grabstätte Familie Hofer

Gruft2.Fam.Hofer.Statue.A.Wagner.v.d.Mühl.um1915

Grabstätte Fam. Hofer

Standort: 1. Friedhof

Franz Hofer war ein bekannter Eisenhändler am Stadtplatz in Steyr. Mehr über ihn und die Familie bei den Steyrer Pionieren

GRUFT:  Fam. Hofer

Die Statue aus Bronzeguss stammt von Adolf Wagner von der Mühl, um 1915.

Adolf Wagner von der Mühl (* 2. Februar 1884 in Rohrbach; † 27. August 1962 in Wien) war ein österreichischer Bildhauer. Er gehörte ab 1923 der Künstlervereinigung Künstlerhaus Wien und war auch Mitglied der Innviertler Künstlergilde. Adolf Wagner von der Mühl wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof beerdigt. (Quelle: Wikipedia. http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Wagner_von_der_M%C3%BChl Dez/2014)

  • Berühmte Werke: Linzer Wehrmann, 1916, Zinn, Heeresgeschichtliches Museum Wien
  • Töpfer, Kunststeinrelief in der Troststraße in Wien Favoriten (1960)
  • Berggeist, Sandsteinplastik auf dem Gugl-Rondeau, Froschberg, Linz Freinberg (1912)
  • Bronzefigur des Erzengels Michael auf Basis eines Entwurfes von Josef Franz Riedel (1933) als Teil des Kriegerdenkmals bei der Stadtpfarrkirche Steyr
  • Kopfreliefs des Schnopfhagendenkmals am Hansberg (1913)
  • Portraitrelief auf dem Grabmal von Eduard Kasparides (1927)

In der digitalen Landesbibliothek gibt es eine kleine Broschüre von Hermann Ubell zum Bildhauer A. Wagner v.d.Mühl, datiert um 1925.

Gruft.Fam.Hofer.Statue.A.Wagner.v.d.Mühl.um1915

Gruft2.Fam.Hofer.Statue.A.Wagner.v.d.Mühl.um1915